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Parasiten

bleiben oft unerkannt

Während bei Hunden und Katzen die Bekämpfung von Parasiten und regelmäßige prophylaktische Maßnahmen im Rahmen der allgemeinen Gesundheitsvorsorge durchgeführt werden, werden Parasitosen bei kleinen Heimtieren oft zu spät erkannt und behandelt.

Mann untereilt wie bei Hund und Katzen zwischen den Parasiten, die auf der Körperoberfläche bleiben (Ektoparasiten) -  Insekten (Flöhe, Läuse/Haarlinge, Fliegen) und Spinnentiere (Zecken, Milben) – und denen, die im Körper leben (Endoparasiten) wie die bekannten Würmer.

Endoparasitenbefall geht häufig mit schlechtem Allgemeinbefinden, Inappetenz und Durchfällen einher, der Befall mit Ektoparasiten mit Juckreiz, Haarausfall und Hautveränderungen.
Viele Parasitosen entstehen infolge von Stress und mangelhaften Haltungsbedingungen. Diese müssen parallel zu therapeutischen Maßnahmen entsprechend optimiert werden.

Diagnosemöglichkeiten

Tesafilmabklatschpräparat

Die Haare an den befallenen Hautstellen werden gescheitelt und ein Tesafilmstreifen im Scheitelbereich mehrmals auf die Haut gedrückt. Schuppen, Haare und im positiven Fall Parasiten und Parasiteneier haften an der Klebefläche. Der Tesafilmstreifen wird einfach auf einen Objektträger geklebt und unter dem Mikroskop (Lupenvergrößerung) durchgemustert.

Gute diagnostische Möglichkeit für den Nachweis von Haarlingen, Läusen, Nissen, Milben (Cheyletiellen, Tropische Rattenmilbe), Wurmeier von Pfriemenschwänzen, Bandwurmglieder.

Trichogramm

Haare im befallenen Bereich werden ausgezupft und direkt unter dem Mikroskop (Lupenvergrößerung) auf anhaftende Parasiten oder Eier (auch Nissen bei Laus- und Haarlingsbefall) untersucht.

Kalilaugenpräparat

Zum Nachweis von Milben und Milbeneiern.
Im Randbezirk zur gesunden Haut werden die oberen erkrankten Hautschichten mit einem scharfen Löffel oder einer stumpfen Skalpellklinge bis zum Austritt kapillärer Blutungen abgeschabt.

Die so gewonnenen Hautpartikel werden auf einen Objektträger aufgebracht. Nach Aufträufeln von 2 – 3 Tropfen einer 10%igen Kalilauge lässt man das Präparat etwa 20 Minuten ruhen.
Kalilauge tötet die Milben in dem Geschabsel ab, dadurch strecken sie ihre (8) Gliedmaßen aus und werden somit besser sichtbar.

Nach der Einwirkzeit legt man ein Deckglas auf und durchmustert den Objektträger unter dem Mikroskop bei Lupenvergrößerung.

Kotuntersuchung mittels Flotation

Zum Nachweis von Parasiteneiern im Kot.
Der zu untersuchende Kot wird mit der Flotationslösung (Anreicherungsflüssigkeit, deren spezifisches Gewicht zwischen 1,1 und 1,2 liegt) suspendiert und über ein feines Sieb (Teesieb o.ä.) in ein Reagenzglas gefüllt, bis sich am oberen Ende des Gefäßes ein Flüssigkeitskonus bildet. Darauf legt man ein Deckgläschen.

Nach etwa 30 Minuten nimmt man das Deckgläschen vorsichtig ab und verbringt es auf einen Objektträger, den man mikroskopisch (Lupenvergrößerung) durchmustert.



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