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Bekämpfung von Ektoparasiten

bei kleinen Heimtieren

Spezielle, zur Ektoparasitenbekämpfung zugelassene Präparate für kleine Heimtiere sind nicht auf dem Markt. Somit muss auch in diesem Bereich eine Umwidmung von Medikamenten erfolgen.

Gebräuchlichste Therapiemaßnahme zur Bekämpfung von Milbeninfektionen war in der Vergangenheit die Injektion von Ivomec® (Ivermectin). Gerade bei Milbeninfektionen sind bis zur vollständigen Heilung mehrere Injektionen in wöchentlichen Abständen erforderlich, was für die Patientenbesitzer einen durchaus lästigen Aufwand bedeutet.

Eine Behandlungsdauer von 3 – 4 Monaten zum Beispiel bei der Sarkoptesräude der Meerschweinchen ist keine Seltenheit!

Die Applikation spezieller Spot-on Formulierungen ist für die Tierbesitzer und die kleinen Patienten daher einfacher und angenehmer.

Allerdings können Dosierungsangaben und Applikationsintervalle nicht einfach von Hunden und Katzen auf kleine Heimtiere übertragen werden. Erfahrungsberichte und Angaben in Spezialliteratur müssen berücksichtigt werden.
Zur besseren Dosierung ist es oft erforderlich, den Inhalt einer Spot-on Pipette in eine 1ml Spritze umzufüllen.
Diese kann einfach mit einem Gummistopfen verschlossen und dem Tierbesitzer zur Weiterbehandlung mitgegeben werden.

Grundsätzlich sollten immer alle Kontakttiere in die Behandlung mit einbezogen werden.
Zwar sind Haarlinge, Läuse und die meisten Milbenarten permanent stationäre Parasiten, das heißt, die gesamte Entwicklung vom Ei über Larven- und Nymphenstadien bis zu den erwachsenen Parasiten, sowie das ganze Leben der Parasiten findet auf der Körperoberfläche ihrer Wirte statt, dennoch ist bei einem Befall eine gründliche Säuberung der Umgebung und Dekontamination der Käfige und Einrichtungsgegenstände erforderlich.

Bei der Therapie eines Läuse- oder Haarlingsbefalls muss bedacht werden, dass Antiparasitika nicht in die Nissen eindringen können. Durch Wiederholungsbehandlungen müssen daher auch die noch schlüpfenden Larven bekämpft werden.

Besonderheit Meerschweinchen

Meerschweinchen haben eine vergleichsweise dicke Haut.

Daher empfiehlt sich bei dieser Tierspezies die Applikation von Spot-on Präparaten auf die haarlose Hautfläche hinter den Ohren.

Außerdem müssen erfahrungsgemäß zur Erzielung eines ausreichenden Wirkstoffspiegels Spot-on Präparate bei Meerschweinchen höher dosiert werden.



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