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Potential

Ein wachsendes Problem

Beispiel:

Herr Müller besitzt eine Ferienwohnung im Allgäu. Tiere mitzubringen ist erlaubt. Im letzten Sommer war Familie Lustig für zwei Wochen mit Hund Moritz zu Gast. Moritz vergnügte sich häufig im nahe gelegenen Wald. Kurz vor der Abreise hatte der Hund plötzlich Flöhe. Der Hund wurde noch schnell von der Familie mit einem Produkt gegen Flöhe behandelt. Leider wurde vergessen gleichzeitig die Umgebung mit zu behandeln. Herr Müller vermietete die Wohnung nach Familie Lustig für eine ganze Weile nicht, da er aus familiären Gründen keine Zeit hatte, sich um die Vermietung zu kümmern. Als Herr Müller im Frühjahr des darauf folgenden Jahres die Wohnung selbst besuchte, um sie auf Vordermann zu bringen, wurde er beim Eintritt von einer Floharmee attackiert.

Warum?

Hunderte von Flohlarven warten in ihrem Kokon geduldig bis im Frühsommer die nächsten Gäste kommen, in diesem Falle war es Herr Müller.

Körperwärme, Bodenerschütterung und Atemluft sind Reize, die der Flohpuppe signalisieren, dass ein geeigneter Wirt in der Nähe ist. Innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde entwickeln sich junge Flöhe aus den Puppen und springen auf den Wirt.

Bei idealen Bedingungen kann sich dieser Entwicklungszyklus in 14 Tagen vollziehen, bei ungünstigen Umgebungsbedingungen, kann er auf bis zu einem Jahr verzögert werden.

Für die Flohbekämpfung wichtig ist die Tatsache, dass sich nur die erwachsenen Flöhe auf den Tieren befinden, während sich Floheier, Larven und Puppen in der Umgebung der Tiere entwickeln. Insgesamt beträgt der Anteil der erwachsenen Flöhe am gesamten „Flohproblem“ nur 5%; daher ist bei einem Flohbefall die Behandlung der Umgebung genauso wichtig wie die Bekämpfung der Flöhe am Tier!




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