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Entwicklungszyklus

von Zecken

  • Für die Eiablage muss das weibliche Tier Blut saugen. Während des Saugaktes wird sie von der männlichen Zecke begattet. Vollgesogen lässt sie sich nach etwa 1 Woche von ihrem Wirt abfallen, legt während der nächsten 2-3 Wochen 2000 bis 5000 Eier und stirbt.
  • Aus diesen Eiern entwickeln sich die unter 1 mm großen Zeckenlarven, die vorwiegend Kleinsäuger wie Mäuse befallen und hier ihre Blutmahlzeit einnehmen.
  • Auch das nächste Entwicklungsstadium, die 1 mm große Zeckennymphe muss Blut saugen, um sich dann zur erwachsenen Zecke häuten zu können. Die Zeckennymphe bevorzugt etwas größere Säugetiere, wie Kaninchen, Füchse, Igel und Katzen.
  • Die erwachsene Zecke schließlich parasitiert vorwiegend auf Hunden, Rehwild und Schwarzwild. Der Mensch wird zu 80% von Zeckennymphen und zu 20% von erwachsenen Zecken befallen.

Dieses Verhalten, dass alle Zeckenentwicklungsstadien, also Larve, Nymphe und erwachsene Zecke an jeweils unterschiedlichen Tieren Blut saugen, bezeichnet man auch als „Dreiwirtigkeit“.

Der gesamte Entwicklungszyklus dauert beim Holzbock etwa 2 Jahre, bei der Auwaldzecke und der Braunen Hundezecke unter günstigen Bedingungen nur ½ Jahr.

Zecken sind vorwiegend im Frühjahr und im Herbst aktiv. Sie lieben feuchte Wärme. Während der Wintermonate verharren sie erstarrt in der Laubschicht des Waldbodens. Steigen die Temperaturen während der Wintermonate allerdings längere Zeit auf über 10°C und herrscht hohe Luftfeuchtigkeit, so kann es auch im Winter zu einer Weiterentwicklung und damit natürlich auch zu einem Zeckenbefall der Tiere kommen.




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