Keyvisual

Wissenswertes

über Zecken

Es gibt weltweit etwa 800 verschiedene Zeckenarten. Alleine in Deutschland leben 19 Arten.


  • Der Holzbock (Ixodes ricinus) ist die in der Bundesrepublik und in Europa am häufigsten vorkommende Art.
  • Eine weitere Zeckenart, die man früher nur selten in Auwäldern und Feuchtgebieten vorwiegend in der Nähe von Flüssen gefunden hat, die sich aber gerade in den letzten Jahren rasant in ganz Deutschland ausbreitet, ist die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus). Holzbock und Auwaldzecke sind außer bei Hunden und Katzen auch bei vielen anderen Tierarten zu finden.
  • Nahezu ausschließlich beim Hund (sehr selten beim Menschen) parasitiert die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus). Sie kommt vorwiegend in südlichen Ländern vor, wird aber häufig durch reisebegleitende Hunde als ungewolltes „Urlaubsmitbringsel“ von den Hunden nach Deutschland eingeschleppt.

Während Holzböcke und Auwaldzecken viel Feuchtigkeit für ihre Entwicklung brauchen und sich daher nur im Freien weiterentwickeln können, gelingt es den Braunen Hundezecken, sich auch in Wohnungen und Stallungen zu vermehren.

Adulte Parasiten besitzen 4 Beinpaare. Das erste Entwicklungsstadium, der Zeckenlarve, besitzt nur 6 Beine. Eine ausgewachsene Zecke ist 2 - 4 mm groß. Allerdings vervielfacht sich ihr Körpergewicht nach dem Blutsaugen um das 120-fache und sie schwillt dann bis auf Bohnengröße (10-12 mm) an.

Auwaldzecken erkennt man leicht an ihrem bunten, braun-beige marmorierten Rückenschild.

Zecken lauern Ihren Opfern auf!

Gebiete mit Gräsern, Sträuchern und Unterholz sind der bevorzugte Lebensraum der Zecken. Bis zu einer maximalen Höhe von 1.50 m lauern sie ihren Wirten auf. Ein spezielles Sinnesorgan, das „Hallersche Organ“, das sich im Bereich des ersten Gliedmaßenpaares befindet, wird durch Erschütterungsreize, Körperwärme und Ausatemluft eines vorbeikommenden Säugetieres stimuliert. Die Zecke lässt sich dann vom Buschwerk abstreifen und gelangt so auf die Körperoberfläche der Tiere oder auch des Menschen. Hier krabbelt sie teilweise bis zu Stunden umher und sucht mit fußartigen Tastorganen eine geeignete Stelle zum Blutsaugen. Sie bevorzugt dünnere, wenig behaarte Hautstellen besonders im Achsel- und Leistenbereich oder Kniekehle.

Mit Hilfe von scherenartigen Mundwerkzeugen schiebt sie ihren mit Widerhaken versehenen Saugrüssel in die Haut ihrer Wirte. Da sie Wirkstoffe im Speichel hat, die die Hautstelle örtlich betäuben, bleibt im Gegensatz zu den sofort juckenden Flohstichen dieser Akt, vom Wirt unbemerkt. Mit Hilfe einer Kittsubstanz, dem so genannten Zeckenzement, verankert sie den Saugrüssel noch zusätzlich in dem umgebenden Gewebe. Dieser Akt kann bis zu 10 Minuten dauern.

Der Saugakt dauert wenige Tage bis zu 2 Wochen.

Vögel sind die natürlichen Feinde der Zecken.




Infothek

Fortbildung


Bayer Fernkolleg Bayer Vetportal

http://www.tierfreunde.bayer.de/de/hund/parasiten/spinnentiere/zecken/wissenswertes/index.php