Keyvisual

Das Auge

Die körpereigene Filmkamera

Anatomie Auge Hund und Katze

Das Auge (lat. Oculus) ist ein Sinnesorgan zur Wahrnehmung von Lichtreizen. Das Sehorgan (Organon visus) der Wirbeltiere kann in drei Untereinheiten gegliedert werden:

  • den Augapfel – Bulbus oculi (lat.) oder Ophthalmos (griech.),
  • die Anhangsorgane des Auges und
  • die Sehbahn.

Mit einigen Ausnahmen entspricht der Aufbau des Auges von der Katze dem des Menschen.

Besonderheiten des Katzenauges

Früher ging der Mensch von der Annahme aus, dass Katzen wie Hunde nur Graustufen – also nur „schwarz-weiß“ – sehen könnten. Nach heutigen Erkenntnissen sehen beide Farben (v.a. im Blaubereich), sind aber rot-grün-blind.

Das Auge enthält bei allen Säugetieren zwei verschiedene Lichtrezeptoren: während die Stäbchen für das Sehen von Graustufen zuständig sind, ermöglichen die Zapfen – ausreichende Beleuchtung vorausgesetzt – das Sehen von Farben. Die Stäbchen sind sehr viel zahlreicher und lichtempfindlicher als die Zapfen.

Die Katze nimmt besonders gut rasche Bewegungen wahr und bei Dunkelheit benötigt sie im Verhältnis zum Menschen lediglich ein Sechstel der Lichtmenge um ein Bild zu empfangen. Dies wird durch die hohe Dichte an Stäbchen auf der Netzhaut möglich. Das Stäbchen-/Zapfenverhältnis der Netzhautrezeptoren liegt bei etwa 63:1 (beim Menschen 20:1), variiert jedoch sehr stark zwischen Zentrum der Netzhaut (10:1) und Peripherie (200:1).

Bei der Katze ist (wie auch bei den meisten anderen Säugetieren, aber nicht beim Menschen) der Augenhintergrund „verspiegelt“. Diese Tapetum lucidum genannte Schicht reflektiert einfallendes Licht, so dass es ein weiteres Mal auf die Stäbchen trifft. Katzen können in der Dämmerung daher sehr viel besser sehen als Menschen. Diese Schicht ist auch der Grund, warum Katzenaugen im Dunkeln zu leuchten scheinen, wenn man sie anleuchtet.

Da die Katze ihre Augen nur wenig nach links oder rechts bewegen kann, muss sie, um in eine andere Richtung sehen zu können, ihren Kopf bewegen. Durch die nach vorne gerichteten Augen ergibt sich eine starke Überschneidung der Sehachsen, was ein gutes räumliches Sehvermögen bedeutet. Der Sichtwinkel der Katze beträgt 200° bis 220°. Die vertikal schlitzförmigen Pupillen öffnen sich bei abnehmender Helligkeit kreisrund. (Das Sichtfeld des Hundes beträgt etwa 240 Grad im Vergleich zu 200 Grad beim Menschen.)

Bei der Geburt haben alle Katzen eine hellblaue Iris. Die adulte Augenfarbe entwickelt sich im Laufe der ersten drei Monate.




Infothek

Videos auf Youtube
Youtube Channel

Weitere Videos auf Youtube



http://www.tierfreunde.bayer.de/de/katze/anatomie/augen/index.php