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Die Zähne

Die "Waffen" einer Katze

Zähne der Katze

Katzen und Hunde haben ein typisches Raubtiergebiss, das sie befähigt, Beutetiere zu ergreifen und festzuhalten. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies an den dolchartigen, leicht nach hinten gerichteten Fangzähnen der Katze. Im Gegensatz zu Wiederkäuern und Pferden, die ihre Nahrung zermahlen, werden von Fleischfressern eher größere Futterbrocken abgeschluckt. Lediglich die hinteren Backenzähne beim Hund sind von ihrer Kaufläche her dazu geeignet, Knochen der Beutetiere, aber auch pflanzliche Nahrung zu zerreiben. Dies bedeutet, dass sich der Hund im Gegensatz zur Katze, die ausschließlich schneidende Zahnkanten ohne Kauflächen besitzt, bereits zum Allesfresser entwickelt hat.

Die unterschiedlichen Zähne

Man unterscheidet Schneidezähne, die Incisivi (I), Fangzähne, die Canini (C), vordere (Prämolare (P)) und hintere (Molare (M)) Backenzähne.

Incisivi dienen dem Abbeißen und Abrupfen sowie insbesondere der Fellpflege („Kammzähne“). Mit den Canini wird die Beute ergriffen, festgehalten und getötet. Die Prämolaren zerkleinern harte Futterbestandteile, die Molaren dienen dem Zerquetschen und Zermahlen.

Eine besondere Einheit bildet der letzte Prämolar des Oberkiefers (P4) mit dem ersten Molar des Unterkiefers (M1): diese „ Brechschere“ ist geeignet, um Knochen zu zerbrechen und große Fleischstücke zu zerkleinern. P4 im Oberkiefer und M1 im Unterkiefer sind die jeweils größten Backenzähne und werden auch als „ Reißzähne “ bezeichnet.

Das ursprüngliche natürliche Fleischfresser Gebiss ist das sogenannte „Scherengebiss “. Dabei liegen die Schneidezähne des Unterkiefers ohne Zwischenraum an der Innenfläche der Oberkieferschneidezähne. Der obere Zahnbogen ist weiter als der untere und umfasst damit die untere Zahnreihe.

Hunde und Katzen werden wie der Mensch zahnlos geboren. Der Durchbruch der Milchzähne (bei Katzen 26, bei Hunden 28) beginnt in der 2.-3. Lebenswoche und ist in der 5.-8. Lebenswoche abgeschlossen.

Im Alter von 4 bis 7 Monaten erfolgt der Zahnwechsel zum bleibenden Gebiss (bei Katzen 30 Zähne, bei Hunden 42 Zähne).

Die ersten vorderen und die hinteren Backenzähne sind nicht als Milchzähne angelegt.




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