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Krankheiten

die von Zecken verursacht werden

Hautveränderungen durch Zeckenstiche treten in den meisten Fällen nur als Verdickung und leichte Rötung der Stichstelle auf und müssen nur selten behandelt werden. Allerdings gelten Zecken in Europa als die wahrscheinlich wichtigsten Überträger von Krankheitskeimen. Da sie während ihrer Entwicklung an drei unterschiedlichen Tierarten Blut saugen, haben sie jedes Mal die Möglichkeit, Erreger mit dem Blut von einem Wirt aufzunehmen und diese beim nächsten Saugakt auf das nächste Tier zu übertragen.

In Deutschland können v.a. Hunde auf diese Weise vor allem mit Borreliose infiziert werden. Seltener, treten Babesiose, Anaplasmose und FSME (Frühsommer Meningoenzphalitis) auf.

Bei Katzen wird vermutet, dass sie speziell gegenüber Borrelien und Anaplasmen weniger anfällig sind. Im Vergleich zu Hunden kommt es, obwohl sie gleichermaßen wie Hunde von Zecken befallen werden, nur selten zu klinischen Erkrankungen. Katzen scheinen Anaplasmen und Borrelien gegenüber eine natürliche Resistenz zu haben.

Anders als bei Hunden, scheinen Flöhe bei Katzen eine größere Gefahr als Krankheitsüberträger darzustellen (s. hierzu Kapitel Flöhe). Sie können nicht nur wie beim Hund den Gurkenkernbandwurm, Dipylidium caninum, - durch Zerbeißen und Abschlucken! -, übertragen, sondern auch beim Blutmahl bzw. über ihren Kot die Erreger der Hämoplasmose und der Bartonellose.

Gefahr für den Menschen

Menschen können insbesondere auch an Borreliose und der FSME erkranken.

Im Frühstadium der Borreliose zeigt sich beim Menschen in den meisten Fällen eine typische, sich um die Stichstelle ausbreitende Hautrötung. Man bezeichnet diese Hautveränderung auch als „Wanderröte“. Leichtes Fieber und Unwohlsein kommen dazu. Im späteren Krankheitsverlauf können Borrelien nahezu alle Organsysteme befallen und damit zu den unterschiedlichsten Beschwerden und Krankheitssymptomen führen. Dies hat der Erkrankung auch den Namen „Chamäleonkrankheit“ eingebracht.

Die Infektion mit FSME – Viren ist für den Menschen sehr gefährlich und kann zu Hirnhaut-, Gehirn- und Nervenentzündungen mit bleibenden Folgeschäden führen. Auch Todesfälle kommen vor. Daher ist es ratsam, sich als Mensch bei einem längeren Aufenthalt in Süddeutschland gegen diese Erkrankung durch eine Impfung zu schützen.




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