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Tipps zur Entwurmung

von Hund und Katze

  • Hunde- und Katzenwelpen müssen auf Grund der intrauterinen und galaktogenen Infektion frühzeitig (Hundewelpen im Alter von 2 Wochen, Katzenwelpen im Alter von 3 Wochen) erstmals entwurmt werden. Daran anschließen sollten sich regelmäßige Entwurmungen in 14-tägigem Abstand bis 14 Tage nach dem Absetzen vom Muttertier (Reinfektion während der gesamten Säugeperiode!). Wurmmittel gegen Rundwürmer sind in den meisten Fällen ausreichend, da Welpen generell keinen Bandwurmbefall haben. Ausnahme: Wenn Welpen bereits von Flöhen (Zwischenwirte des Kürbiskernbandwurmes!) befallen sind, sollten sie auch ab einem Alter von 6 - 8Wochen schon ein Bandwurmmittel erhalten.
  • Ab einem Alter von 3 Monaten ist es anzuraten, Hunde und Katzen alle 3 Monate mit einem Breitbandwurmmittel* zu behandeln. Dies gilt ebenfalls für Katzen, die ausschließlich im Haus gehalten werden, da Wurmeier auch mit den Schuhen in die Wohnung eingeschleppt werden können.
  • *diese Produkte sind veraschreibungspflichtig und beim Tierarzt oder auf Rezept in der Apotheke erhältlich.
  • In Einzelfällen, bei besonders hohem Risiko (enger Tierkontakt in Familien mit Kleinkindern), kann auch die monatliche Verabreichung eines Wurmmittels angezeigt sein.
  • Da Flöhe Überträger des Kürbiskernbandwurms sind, ist es wichtig, nach jedem Flohbefall eine Bandwurmkur, zum Beispiel mit z. B. Droncit, durchzuführen.
  • Ebenso sind zusätzliche Bandwurmkuren wichtig und sinnvoll bei Hunden und Katzen, die Mäuse fangen, denn Mäuse sind Zwischenwirte und damit Überträger des Katzenbandwurmes Taenia taeniaeformis und des Fuchsbandwurmes!
  • Hunde und Katzen, die regelmäßig frisches Fleisch oder Schlachtabfälle als Nahrung erhalten, sollten alle 4 – 6 Wochen mit einem Bandwurmmittel entwurmt werden. Nur Erhitzen (10 Minuten, Kerntemperatur 65°C) oder Tiefgefrieren (1 Woche, -17 - - 20°C) tötet Bandwurmfinnen zuverlässig ab.
  • Säugende Hündinnen und Katzen sind durch das Fressen von Welpenkot und intensive Belecken ihrer Welpen stark infektionsgefährdet und sollten daher zusammen mit den Welpen entwurmt werden.
  • Um intrauterine und galaktogene Infektionen der Welpen mit Spulwurmlarven zu verhindern bzw. zu vermindern hat es sich als wirkungsvoll erwiesen, trächtige Hündinnen um den 50.Tag der Trächtigkeit mit einem Wurmmittel zu entwurmen, welches makrozyklische Laktone enthält (zum Beispiel Advocate, Milbemax, Program Plus oder Stronghold) Allerdings sind diese Präparate bisher nicht speziell für diese Indikation zugelassen.

Zur Entwurmung stehen heutzutage mehrere Wurmmittel zur Verfügung. Anwenderfreundlich sind Tabletten, die einmalig gegeben werden müssen, gut verträglich sind und eine zuverlässige Wirkung auf alle relevanten Darmwürmer haben. Diese sind verschreibungspflichtig.

Für die Entwurmung bzw. Behandlung von Lungen- und Herzwürmern müssen Tierbesitzer unbedingt mit einem Tierarzt sprechen. Wichtig ist hier die Bekämpfung der Zwischenwirte bzw. der Übertragung der Parasiten durch diese. Die Verabreichung Mücken – abwehrender Ektoparasitika schützt bereits vor der Übertragung infektiöser Herzwurmlarven.




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