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Hakenwürmer

Ancylostoma und Uncinaria

Ancylostoma caninum

Bei Hunden: Ancylostoma caninum, Uncinaria stenocephala

Bei Katzen: Ancylostoma tubaeforme

Erwachsene Hakenwürmer erreichen nur eine Körperlänge von 1 - 2cm und besiedeln den Dünndarm von Hunden und Katzen. Mit ihren scharfen Mundwerkzeugen beißen sie sich in der Darmschleimhaut fest und ernähren sich überwiegend von Blutbestandteilen.

Ähnlich wie beim Spulwurm werden Hundewelpen bei der Aufnahme der Muttermilch bereits mit Hakenwurmlarven infiziert. Dieser Infektionsweg, sowie auch eine mögliche intrauterine Infektion, konnte bei der Katze bisher nicht nachgewiesen werden.

Die im Darm lebenden geschlechtsreifen Hakenwürmer produzieren Eier, die mit dem Kot ausgeschieden werden. In der Umwelt entwickeln sich daraus Larven, die Hunde und Katzen entweder über die orale oder die perkutane Infektion befallen können.

Bei der oralen Infektion werden die Larven durch Beschnuppern und Belecken der kontaminierten Umgebung aufgenommen und abgeschluckt. Sie entwickeln sich dann entweder direkt im Darm weiter zu erwachsenen Hakenwürmern, oder sie durchdringen die Darmschleimhaut im Larvenstadium und beginnen eine ausgedehnte Körperwanderung, die erst beim Abschluss ihrer Entwicklung wieder im Dünndarm endet. Häufiger treten solche Wanderlarven bei Jungtieren und geschwächten Tieren auf.

Bei der perkutanen Infektion dringen die Larven aktiv durch die intakte Haut, zum Beispiel beim Liegen in kontaminierter Erde, in ihre Wirte ein. Über den Blut- und Lymphstrom durchwandern sie auch bei diesem Infektionsweg verschiedene Körperorgane bis sie ihr Endziel, den Darm, erreichen.

Entwicklungszyklus von Ancylostoma tubaeforme

Lebenszyklus Ancylostoma tubaeforme

  1. Die meisten Larven entwickeln sich nach oraler Aufnahme direkt in der Magenwand und gelangen von dort in den Darm.
  2. Einige wenige Larven können auch über die Trachealwanderung in den Darm einwandern.
  3. Hakenwürmer heften sich an der Darmschleimhaut fest und saugen Blut.
  4. Eier gelangen mit den Fäzes ins Freie.
  5. Das erste Larvenstadium (L1) entwickelt sich im Ei.
  6. Das dritte Larvenstadium ist infektiös.
  7. Ein direkter Entwicklungszyklus des Wurms in der Magen-/Darmwand des Wirtes findet statt, wenn ein Stapelwirt gefressen wird, der die L3 enthält.
  8. Der Mensch infiziert sich durch direkten Hautkontakt mit kontaminiertem Erdboden.
    Eine perkutane Infektion entsteht durch aktives Eindringen der Larven durch die intakte gesunde Haut.
  9. Einige Larven gelangen mit der L3 mit dem Blutstrom in Muskeln und Fettgewebe, in denen sie in einem inaktiven Zustand verbleiben. Die mögliche Reaktivierung dieser Dauerlarven ist nur ungenügend dokumentiert. Eine laktogene Übertragung ist bisher bei Katzen nicht nachgewiesen worden.
  10. Die Larven gelangen mit dem Blutstrom in die Lungen und von dort über die Trachea in den Dünndarm. Hier entwickeln sie sich zum adulten Wurm.
  11. Hakenwürmer heften sich an der Darmschleimhaut fest und saugen Blut.



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