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Tropische Rattenmilbe

Ornithonyssus bacoti

Der Name dieser Milbenart ist in zweierlei Hinsicht irreführend:

  • Nicht nur Ratten, auch Mäuse, Hamster und Gerbile werden unter den Heimtieren von dieser Milbenart befallen.
  • Sie kommt nicht nur in den Tropen vor: Sie tritt auch in unseren Breiten bei wildlebenden Ratten, Mäusen und Vögeln auf.

Die blutsaugenden Milben gehen auch auf den Menschen über und lösen Juckreiz und Hautrötungen aus = Zoonose!

Klinische Symptome

Hochgradiger Juckreiz, bei Massenbefall auch Anämie und Abmagerung, gelegentlich sogar Todesfälle, sind Folgen einer Infektion.

Diagnose

Im Gegensatz zu anderen Milbenarten leben Tropische Rattenmilben nicht stationär auf ihren Wirten, sondern befallen diese nur zur Blutmahlzeit, und zwar vorzugsweise nachts.

Vollgesogene Milben sind ca. 1 mm groß und makroskopisch auf der Haut der Wirtstiere zu erkennen. 

Der Parasitennachweis gelingt häufig besser in der Einstreu als auf dem Tier!

Therapie

Bei dieser Erkrankung muss, außer der Behandlung des Tieres, die Umgebung mit entseucht werden!

Die Milben vermehren sich sehr rasch, so dass es auch zu einem Massenbefall von Wohnungen und Gebäuden kommen kann. In solchen Extremfällen muss die Entwesung durch einen Kammerjäger erfolgen.


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